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kintsugi Technik

Klebung

Zum Kleben der Bruchstücke wird ki urushi mit Reismehlkleister oder Weizenmehl verwendet, welche Klebermischung zur Anwendung kommt, unterscheidet sich von Werkstatt zu Werkstatt. Manche Künstler verwenden Reismehlkleister mit urushi für poröse Keramik, aber auch für Porzellan oder Steinzeug. Andere setzen nikawa urushi für dicht gesinterte Keramik wie Steinzeug und Porzellan ein, weil hiermit einerseits eine schnellere Aushärtung der Klebung erzielt und andererseits eine größere Festigkeit der Klebenaht gewährleistet werden kann.
Im Anschluss an die Verklebung der Scherben kommen die Keramikobjekte in den Feuchtschrank zur Aushärtung der Klebung. Die Dauer der Aushärtung ist vom Klebemittel abhängig. Während Objekte, die mit nikawa urushi geklebt wurden, nach etwa zwei Tagen weiter bearbeitet werden können, dauert die Aushärtung von mugi urushi Klebungen bzw. sokkui urushi Klebungen etwa 10 Tage.

Fragmente
Kleben

Säuberung der Klebenähte

Nachdem die Verklebungen an den Objekten im Feuchtschrank ausgehärtet sind, muss der an den Klebefugen ausgetretene wulstige Klebelacküberschuss - bei Gefäßen nach Möglichkeit auch im Inneren - abgenommen werden. Hierzu eignen sich scharfe Schnitzmesser mit unterschiedlichen Klingenformen.

Glättung der Klebenaht

Ergänzen von Fehlstellen

Tiefere Ausbrüche und Fehlstellen sollten schichtweise und mit Zwischentrocknung, sehr flache Abplatzungen mit roiro urushi ausgefüllt werden.
Nach der Ausführung der Ergänzung kommen die Stücke einen Tag in den Feuchtschrank und können danach - wie oben bereits beschrieben - mit Holzkohle und Wasser verschliffen werden bis die Flächen gleichmäßig eben und matt erscheinen. Unter Umständen zeigen sich noch flache, glänzende Vertiefungen, die mit roiro urushi nachbehandelt und nach der Trocknung erneut verschliffen werden müssen.

Ergänzung von Fehlstellen

Goldaplikation

Der Auftrag des Unterlackes erfolgt sehr dünn mit einem geeigneten Pinsel und muss etwas antrocknen, wozu das Objekt für fünfzehn oder zwanzig Minuten in den Feuchtschrank gegeben wird. Empfehlenswert ist hier ein Vergleichsstück zur Kontrolle zu verwenden. Eine mit Aceton oder Alkohol zuvor gereinigte, glasierte Keramikfliese kann parallel zu dem ei- gentlichen Arbeitsstück mit etwas Unterlack beschichtet werden - wenige Striche sollten genügen. In entsprechenden Zeitabständen streut man nun auf das Vergleichsstück etwas Gold auf, um den geeigneten Zeitpunkt für die eigentliche Streuarbeit festzulegen. Wenn der Unterlack noch zu flüssig ist, wird einerseits mehr Pudergold benötigt und andererseits die Goldfläche uneben.
Der Auftrag des sehr feinen Streumaterials erfolgt mit dem ashirai kebo, einem speziellen Rosshaarpinsel. Das Goldpuder wird mit dem Pinsel aufgenommen und durch Antippen mit dem Finger, während der Pinsel über die zu beschichtende Fläche gehalten wird, aufgestreut.
Die Objekte werden zum Aushärten der Beschichtung wider für einen Tag in den Feuchtschrank gestellt.

Vorbereitung des Goldauftrages
Goldauftrag mit Pinsel
Goldauftrag mit Streuröhrchen
Schale mit kintsugi
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